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Abgasskandal
Zusammenfassung:
  • Auch Mercedes-Benz muss im Dieselskandal Autos zurückrufen.
  • Inzwischen ist ein Großteil aller Modelle betroffen.
  • Auch Aktien-Anlegern steht teilweise Schadensersatz zu.

Dieselskandal bei Mercedes: Ihre Rechte und betroffene Modelle

Abgasskandal
  • Robert Metz
Zusammenfassung:
  • Auch Mercedes-Benz muss im Dieselskandal Autos zurückrufen.
  • Inzwischen ist ein Großteil aller Modelle betroffen.
  • Auch Aktien-Anlegern steht teilweise Schadensersatz zu.

Viele Fahrer von Mercedes-Benz-Modellen sind vom Dieselskandal betroffen.

Der Abgasskandal bei Mercedes

Der Daimler-Konzern hat inzwischen eingeräumt, dass – ähnliche wie im VW-Abgasskandal – auch in einigen Mercedes-Modellen Abschalteinrichtungen vorhanden sind. Das Kraftfahrtbundesamt hat daraufhin bereits für mehrere betroffene Modelle mit Euro 6-Norm einen Rückruf angeordnet. Das nötige Software-Update ist allerdings noch nicht entwickelt bzw. genehmigt, sodass der Rückruf noch nicht beginnen konnte.

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Für die Besitzer von Mercedes Dieses-Modellen bedeutet das aber:

  • Wertverlust
  • Unkalkulierbare Risiken durch die Veränderung der Motorsteuerung (z.B. sind Schäden, Leistungsverlust oder Mehrverbrauch möglich)
  • Stilllegung, wenn das Update verweigert wird

Darüber hinaus könnten die betroffenen Fahrzeughalter auch unter allgemeinen Diesel-Fahrverboten leiden, wenn diese in ihrer Stadt eingeführt werden.

Ihre Rechte gegenüber dem Daimler-Konzern und seinen Händlern

Zum Einen können die betroffenen Fahrzeug-Halter ihre Ansprüche gegenüber dem Händler durchsetzen. Der Grund: Händler müssen ihren Kunden bei Neuwagen 2 Jahre Gewährleistung geben (bei Gebrauchtwagen 1 Jahr). Da ein Auto mit einer Betrugssoftware aber mangelhaft ist, kann man den Wagen zurückgeben. Dann erhält man den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung zurück. Dabei ist die Nutzungsentschädigung aber meist geringer als der Wertverlust.

Zum Anderen kann man gegen den Daimler-Konzern selbst wegen Betrugs oder sittenwidriger Schädigung eine Diesel-Klage einreichen. In diesem Fall kann der Kunde Schadensersatz vom Hersteller verlangen. Dies bietet sich insbesondere dann an, die Gewährleistung bereits abgelaufen ist. Bei Betrug beginnt die Verjährung im Dieselskandal nämlich erst mit dem Bekanntwerden. Inzwischen wurde auch in einigen Diesel-Urteilen gegen Mercedes den Kunden Schadensersatz bzw. eine Rückabwicklung zugesprochen.

Mit einer weiteren Option können sich Mercedes-Fahrer von ihrem Betrugs-Diesel trennen, die ihr Auto über einen Autokredit finanziert haben. Hier sind den Banken oft kritische Formfehler unterlaufen. Das führt dazu, dass die Verträge – Finanzierung und Kauf – oft auch noch nach Jahren widerrufen werden können. Die Kunden bekommen dann neben dem Kaufpreis – i.d.R. abzüglich Nutzungsentschädigung – auch einen Teil der Finanzierungskosten zurück. Das Besondere an dieser Option: Den Widerrufsjoker kann man auch nutzen, wenn das Auto nicht vom Dieselskandal betroffen ist.

Welche Option für Sie die beste ist, erfahren Sie hier:

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Vom Dieselskandal betroffene Mercedes-Modelle

Bereits im Juni 2018 hat das KBA für folgende vom Dieselskandal bei Mercedes betroffene Modelle mit Euro 6-Norm einen Rückruf angeordnet, insbesondere offenbar für Varianten mit Motoren mit der Bezeichnung OM651. Im Juli 2018, im Juni und Oktober 2019 sowie im Januar 2020 kamen weitere Modelle hinzu, darunter auch Modelle mit dem Motor
OM 642 sowie Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5. Damit gibt es offiziell folgende vom Dieselskandal betroffene Mercedes-Modelle:

Welche genauen Modellvarianten ursprünglich zurückgerufen wurden, finden Sie in unserer Liste der vom Dieselskandal betroffenen Mercedes-Modelle.

Ende November 2019 kamen Bericht auf, nach denen auch für den mit Renault zusammen entwickelte Motor OM 607 bald ein Rückruf angeordnet werden soll. Die Fahrzeuge mit dem Motor OM607 zählen laut einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe zu den schlimmsten Verursachern von Stickoxiden. Mit dem OM 607 sind v.a. folgende Modelle ausgerüstet

  • A-Klasse
  • B-Klasse
  • Citan
  • CLA
  • GLA

Es kann durchaus sein, dass zukünftig weitere Manipulationen entdeckt werden und auch andere Daimler-Modelle vom Abgasskandal betroffen sind. Aktuell können sich die Besitzer dieser Fahrzeuge am besten wehren, wenn sie ihr Auto über einen Autokredit oder Leasing finanziert haben.

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FAQ zum Abgasskandal bei Mercedes

Welche Mercedes-Modelle sind betroffen?
Betroffen sind v.a. verschiedene Modelle mit den Motorvarianten OM 651 und OM 642 mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6. Eine genaue Liste gibt es hier.

Welche Rechte haben betroffene Daimler-Kunden?
In der Regel können die Kunden von Mercedes ihren Diesel zurückgeben und erhalten den Kaufpreis abzüglich Nutzungsentschädigung zurück. Teilweise gibt es stattdessen Schadensersatz. Den voraussichtlichen Vorteil kann man hier berechnen.

Was ist, wenn es für meinen Diesel noch keinen Rückruf gibt?
Ohne Rückruf ist es schwieriger, Ansprüche durchzusetzen. Hier kann teilweise der Widerrufsjoker für Autokredite helfen.

Tipps:
  • Testen Sie hier, ob auch Ihr Mercedes-Modell vom Abgasskandal betroffen ist.
  • Wenn Sie Ihren Mercedes über einen Autokredit finanziert haben, spielt das Modell i.d.R. keine Rolle: Hier kommen Sie meist durch einen Widerruf der Finanzierung auch aus dem Kaufvertrag raus.

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