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Abgasskandal
Zusammenfassung:
  • Auch aktuelle Audi-Modelle sind vom Dieselskandal betroffen: A4, A5, A6, A7, A8, Q5, Q7 mit V6-Motor
  • Viele der vom Audi-Abgasskandal betroffenen Modelle haben noch Gewährleistung.
  • Wir erklären, wie sich Audi-Kunden mit einer Diesel-Klage wehren können.

Audi-Abgasskandal: Auch aktuelle Modelle und Euro-4 betroffen

Abgasskandal
  • Robert Metz
Zusammenfassung:
  • Auch aktuelle Audi-Modelle sind vom Dieselskandal betroffen: A4, A5, A6, A7, A8, Q5, Q7 mit V6-Motor
  • Viele der vom Audi-Abgasskandal betroffenen Modelle haben noch Gewährleistung.
  • Wir erklären, wie sich Audi-Kunden mit einer Diesel-Klage wehren können.

Auch mehr als 2 Jahre nach Bekanntwerden des Diesel-Skandals scheint Audi noch Modelle herzustellen, die zu viel Stickoxide ausstoßen und das auf dem Prüfstand verschleiern. Jetzt muss Audi bei betroffenen Modellen diese Abschalteinrichtungen mit einem Software-Update entfernen.

Audi lernt nicht dazu im Diesel-Skandal

Als der Abgasskandal bei VW bekannt wurde, war schnell klar, dass auch Audi betroffen ist. Das war im Jahr 2015. Während man im Volkswagen-Konzern Besserung und Aufklärung versprach, scheint man bei Audi nicht viel dazugelernt zu haben:

Im Januar 2018 kam heraus, dass das Kraftfahrtbundesamt (KBA) auch für aktuelle Audi-Modelle mit V6-Dieselmotor einen Rückruf und ein Softwareupdate anordnet. Besitzern der betroffenen Modelle A4, A5, A6, A7, A8, Q5 und Q7 droht damit mittelfristig sogar die Stilllegung, wenn sie das Update der Motorsteuerung verweigern.

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Noch schlimmer könnte es die Fahrer des Modells Audi A8 treffen: Die bis Sommer 2017 gebauten Fahrzeuge stoßen offenbar so viel Stickoxid aus, dass das KBA ein Softwareupdate für aussichtslos hält. Damit droht für dieses Modell nach übereinstimmenden Medienberichten sogar ein Zulassungsstopp.

Im Oktober 2019 wurde außerdem gemeldet, dass auch alte Modelle mit der Abgasnorm Euro 4 wohl über unzulässige Abschalteinrichtungen verfügen. Diese wurde bei Modellen der Baujahre 2003 bis 2010 als „Akustikfunktion“ verschleiert. Betroffen sind Diesel-Modelle mit größeren Motoren, also 2,7 oder 3,0 Litern Hubraum. Zurückgerufen wurden insbesondere Audi A4 und A6 aus den Baujahren 2004 bis 2009. Das pikante daran: Beim KBA wurden die Untersuchungen angeblich verschleppt, sodass diese Ansprüche in vielen Fälle bereits verjährt sind. Wer seinen vor mehr als 10 Jahren gekauften Audi trotz Diesel-Fahrverbot weiterfahren will, dem bleibt nur noch die Diesel-Nachrüstung. Immerhin beteiligt sich Audi an den Kosten.

Inzwischen gibt es auch schon Diesel-Urteile, nach denen Audi auch für unzulässige Thermofenster beim EA288-Motor Schadensersatz leisten muss. (Der EA288 ist der Nachfolger des ursprünglichen „Skandalmotors“ EA189.)

Wie sich Audi-Besitzer wehren können

Die gute Nachricht für Besitzer aktueller Audi-Dieselmodelle: Sie können in vielen Fällen noch ihre Händler wegen „Sachmangels“ verklagen. Diese Möglichkeit verjährt nämlich erst 2 Jahre nach der Übergabe des Autos. (Bei Gebrauchtwagen nach einem Jahr.) Allerdings sollten sich die Fahrzeughalter beeilen: Da aktuell noch kein Softwareupdate zur Verfügung steht, stehen die Chancen besonders gut, vor Gericht eine Rückabwicklung durchsetzen zu können. Dabei gibt der Besitzer seinen Mogel-Diesel zurück und bekommt dafür den Kaufpreis wieder – abzüglich einer Nutzungsentschädigung, die aber i.d.R. weit unter dem Wertverlust liegt.

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Ist die Gewährleistung für den Audi-Mogeldiesel bereits abgelaufen, können die Eigentümer auch direkt gegen Audi vorgehen. In diesem Fall können die Betroffenen Schadensersatz wegen Betrugs bzw. sittenwidriger Schädigung verlangen. Alternativ können auch sie ihren vom Abgasskandal betroffenen Audi zurückgeben. Sie erhalten dann ebenfalls den Kaufpreis abzüglich Nutzungsentschädigung zurück.

Gut stehen auch Audi-Besitzer da, die ihr Auto finanziert haben: In vielen Fällen können sie Autokredit oder Leasing widerrufen und so auch gleich ihr Auto zurückgeben. Dafür muss der Wagen nicht einmal vom Abgasskandal betroffen sein. Außerdem gibt es hier auch kein Problem mit der Verjährung.

FAQ zum Audi-Abgasskandal

Ist mein Audi vom Dieselskandal betroffen?
Wahrscheinlich ja. Sie sollten sich auch nicht auf die von Audi angebotene Überprüfung der Fahrgestellnummer verlassen. Gerichte geben immer mehr Audi-Kunden Schadensersatz, bei denen der Hersteller noch gar nicht zugibt, dass sie vom Audi-Abgasskandal betroffen sind. Eine Übersicht gibt es hier.

Wie viel Schadensersatz steht Besitzern von betroffenen Audi-Modellen zu?
Das hängt stark vom Einzelfall und dem Gericht ab, i.d.R. sollten mindestens 15% des Kaufpreises möglich sein. Berechnen können Sie das hier.

Sind im Audi-Abgasskandal die Ansprüche nicht schon verjährt?
Bei Fahrzeugen, die vor mehr als 10 Jahren gekauft wurden und bei vom Diesel-Skandal betroffenen Audi-Modellen mit EA189-Motor ist das wahrscheinlich aber noch nicht abschließend entschieden. Bei vielen Modellen läuft die Verjährung aber noch.

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