DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN (UND ANTWORTEN)

Wenn Ihr Vertrag eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthält, können Sie ihn in den meisten Fällen auch noch nach Jahren widerrufen.
Wird ein Vertrag erfolgreich widerrufen, müssen beide Seiten die gewährten Leistungen zurückgeben. Das heißt, Sie erhalten alle Raten und die Anzahlung (wenn Sie z.B. ein Auto in Zahlung gegeben haben, bekommen Sie den Wert dafür), die Bank erhält das Fahrzeug. In manchen Fällen müssen Sie sich noch eine relativ geringe Nutzungsentschädigung abziehen lassen.
Durch Ihre Rechtschutzversicherung tragen Sie kein Risiko. Allenfalls kommt eine geringe Selbstbeteiligung zu tragen, sofern diese nicht ausgeschlossen ist oder durch Schadensfreiheitsjahre entfällt. Die Selbstbeteiligung (falls sie vereinbart wurde) wird bei erfolgreichem Widerruf erstattet.
Banken und Automobilhersteller nutzen meist selbst ihr Recht aus, wenn es zum Beispiel um Nachzahlungen für mehr gefahrene Kilometer oder zweifelhafte Garantiefälle geht. Ihr Recht als Verbraucher ist es dagegen, ungültige Verträge zu widerrufen.
Sobald über den Widerruf positiv entschieden ist und Sie Ihr Geld erhalten haben, müssen Sie der Bank das Fahrzeug übergeben. Sie werden hier ausreichend Zeit haben, eine Zwischenlösung bis zum Erwerb eines neuen Fahrzeugs zu finden.
Dann geben Sie Ihr Fahrzeug vertragsgemäß zurück und warten auf die Entscheidung zu Ihrem Widerruf. Ist dieser erwartungsgemäß positiv, erhalten Sie dann Ihre Überweisung.
Banken, Händler und Hersteller dürfen keine "schwarzen Listen" führen oder untereinander austauschen. Zudem werden diese nicht wegen eines alten Fehlers (den sie selbst gemacht haben) neuen Umsatz verhindern. Und denken Sie daran: es gibt zahlreiche Händler zu einer Marke - und viele Banken, die das Geschäft finanzieren wollen. Sie sind als Verbraucher nicht abhängig von einer Bank oder einem Händler.
Prüfen Sie kostenlos Ihren Anspruch!