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Wie sinnvoll ist eine Cyberversicherung?

Cyberversicherung – sinnvoll oder nicht?
31. Oktober 2024
  • Cyberversicherungen schützen vor Risiken, die mit der Internetnutzung einhergehen.
  • Für Unternehmen wird die Cyberversicherung zunehmend unerlässlicher.
  • Privatpersonen können darauf meist verzichten.

Im Zeitalter des Internets wandelt sich unser Alltag drastisch – und auch der von Kriminellen. Während Unternehmen wohl immer mit der Möglichkeit von Einbruchsdiebstählen, Raubüberfällen und Co. rechnen müssen, nimmt eine weitere Gefahr stetig zu: Cyberangriffe. Hacker werden immer findiger und können in wenigen Sekunden sensible Informationen, Daten und Geschäftsgeheimnisse stehlen. Viren und Trojaner legen die digitalen Systeme ganzer Unternehmen lahm und sorgen für Schäden in enormen Höhen. Kein Wunder also, dass immer mehr Firmen – aber auch Privatleute – über eine Cyberversicherung nachdenken. Aber lohnt sie sich überhaupt? Und was genau schützt sie?

Was ist der Sinn einer Cyberversicherung?

Cyberversicherungen kommen für Vermögensschäden auf, die aufgrund der Risiken der Internetnutzung entstehen. Klickt zum Beispiel ein Mitarbeiter eines Unternehmens unbedarft auf einen Link in einer E-Mail mit verdächtig vielen Rechtschreibfehlern, kann es bereits passiert sein: Er hat einen Virus auf das System seines Arbeitgebers heruntergeladen und damit sämtliche Geschäfts- und Kundendaten gefährdet.

In vielen Unternehmen in werden zwar mittlerweile regelmäßige Schulungen durchgeführt, bei denen die Mitarbeiter lernen, Fake-E-Mails zu erkennen und sich gegen Cyberangriffe zu schützen. Da sich die Cyberkriminalität aber rasant weiterentwickelt und Hacker ständig neue Methoden finden, hinken Schulungen immer ein wenig hinterher. Und selbst wenn dies nicht der Fall wäre: Fehler sind menschlich. Wer nach einem langen Tag mit müden Augen eine neue E-Mail entdeckt, prüft vielleicht nicht mehr allzu gewissenhaft, wie verdächtig sie wirkt.

Genau für diese Fälle sind Cyberversicherungen gedacht. Sie sollen die Schäden der Internetnutzung ersetzen, die insbesondere für Unternehmen schnell Unsummen annehmen können. Deshalb war die Versicherung ursprünglich für kleine und mittelständische Unternehmen gedacht. Mittlerweile wird sie aber auch zunehmend für Privatpersonen angeboten.

Was zahlt die Cyberversicherung?

Die Cyberversicherung zahlt – je nach Vertrag – bei diversen Internetgefahren. So sind zum Beispiel regelmäßig Viren- und Hackerangriffe umfasst, aber auch Betrug beim Online-Banking oder Online-Shopping können abgedeckt sein.

Ist eine Cyberversicherung sinnvoll?

Die weit überwiegende Anzahl von deutschen Unternehmen wurde mindestens schon einmal Opfer von Cyberangriffen. Da sich dies in Zukunft noch verschlimmern dürfte, lohnen sich Cyberversicherungen für viele Unternehmen. Sie wird umso wichtiger, je sensibler oder wertvoller die Daten und Informationen sind, mit denen das Unternehmen umgeht.

Privatpersonen sollten allerdings erst einmal ihre bestehenden Versicherungen prüfen, bevor sie eine Cyberversicherung in abschließen. Denn unter Umständen werden viele der Risiken, vor denen eine private Cyberversicherung schützen soll, hier schon mit abgedeckt. Aber selbst dann, wenn dies nicht der Fall sein sollte: Privatleute werden deutlich seltener Opfer eines Cyberangriffs als Unternehmen. Ein informiertes und umsichtiges Verhalten im Internet ist deshalb in der Regel ausreichend. Auf eine private Cyberversicherung können Sie demnach getrost verzichten.

Autor

Lisa hat Jura studiert und ist seit ihrem ersten Examen neben ihrem Master of Laws (LL.M.) als freiberufliche Autorin tätig. Schon seit Jahren schreibt sie juristische Beiträge für verschiedene Blogs, Kanzleien und Unternehmen.

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