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Tipps für die Scheidung: So trennen Sie sich schmerzfreier

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Tipps für die Scheidung

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Tipps für die Scheidung

Eine Scheidung ist kein Zuckerschlecken – doch es gibt Tricks und Wege, mit denen der Abschluss des alten und der Beginn des neuen Lebensabschnitts einfacher, schmerzfreier und einvernehmlicher gestaltet werden können. Diese 5 Tipps helfen. (Bild: cottonbro von Pexels) 30.06.2020

5 echt gute Tipps zum richtigen Scheiden

1. Scheidung aktiv mitgestalten

Auch wenn’s weh tut: Mit dem notwendigen Wissen aus dem Scheidungsrecht gehen Sie gelassener in jede Verhandlung. Wer die Vorgaben und mögliche Fallstricke kennt und Vorschriften für sich zu nutzen weiß, kann die Scheidung aktiv mitgestalten und das Ergebnis in eine (im besten Fall für beide Partner) gewinnbringende Richtung lenken.

Lassen Sie sich in der Scheidung von einem Mediator helfen.

2. Sich helfen lassen – z.B. vom Mediator

Keine Scheidung geschieht grundlos – und oft sind diese Gründe unmittelbar mit Wut und verletzten Gefühlen verbunden. Falls es im Rahmen der Scheidungsgespräche nicht nur schwierig, sondern unmöglich scheint, rationale Lösungen zu finden, hilft der Einbezug eines Mediators. Er kann als neutraler Vermittler Streits schlichten und mit Ihnen gemeinsam das weitere Vorgehen erarbeiten. Allerdings: Falls der Mediator Anwalt ist, darf er Sie nicht als Scheidungsanwalt vertreten.

Versuchen Sie das Trennungsjahr in der Scheidung sinnvoll zu nutzen.

3. Trennungsjahr nutzen

Die 12 Monate, die im Normalfall bis zum Stellen des Scheidungsantrags vergehen müssen, sind nicht nur da, um Gefühle zu hinterfragen und den Hausrat aufzuteilen. Wer die Trennung akzeptiert hat, kann und sollte das Trennungsjahr dazu nutzen, um sich juristisch beraten zu lassen, sich über Rechte und Pflichten des Ehe- und Scheidungsrechts zu informieren und die Scheidung bestmöglich vorzubereiten, damit der neue Lebensabschnitt so bald und sauber wie möglich beginnen kann.

Zögern Sie die Scheidung nicht heraus.

4. Nicht zu lange warten

Die Trennung ist der erste Schritt – auf den aber bald ein zweiter folgen sollte. Wer jahrelang getrennt lebt, den könnte die Scheidung schlussendlich teuer zu stehen kommen: Nachehelicher Unterhalt, Zugewinnausgleich und Versorgungsausgleich werden nach Ehejahren berechnet – auch wenn das Paar schon jahrelang getrennt lebt.

Das Ziel sollte immer eine einvernehmliche Scheidung sein.
Bild: cottonbro von Pexels

5. Ziel: die einvernehmliche Scheidung

Sie ist günstiger, schont die Nerven aller Beteiligten und grundlegende Fragen können im besten Fall schon vorab und außergerichtlich durch eine Scheidungsfolgenvereinbarung gelöst werden: Eine einvernehmliche Scheidung bietet die größte Chance, das Kapitel “Ehe“ sachlich, vernunftgetrieben und nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten abzuschließen.

Fazit:

Bei einer Scheidung kommt es – wie in der Ehe auch – aufs richtige Timing an: Die Entscheidungen sollten nicht übereilt getroffen, aber auch nicht verschleppt werden. Hierbei ist Wissen Trumpf: Wer sich im Ehe- und Scheidungsrecht auskennt und professionell beraten wurde, ist klar im Vorteil und kann die Scheidung mit all ihren Konsequenzen aktiv mitgestalten.

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