Hintergrund des Falls
Der Streaminganbieter DAZN steht vor dem Oberlandesgericht Hamm, da seine Preisanpassungsklausel für bestehende Abonnenten als intransparent und unangemessen angesehen wird. Diese Klausel führte in den Jahren 2021 und 2022 zu deutlichen Preiserhöhungen, ohne dass die Kunden ihre Zustimmung gegeben hatten.
Die Klage des vzbv
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat eine Verbandsklage gegen DAZN eingereicht. Ziel der Klage ist es, die Rechtmäßigkeit der Preisanpassungen zu klären und zu erreichen, dass betroffene Verbraucher die zu viel gezahlten Beträge zurückerhalten.
Verhandlungsstand
In der mündlichen Verhandlung hat das Gericht die Klausel als problematisch eingestuft, jedoch ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Das Urteil wird am 18. November 2026 verkündet.
Relevanz für Verbraucher
Das Urteil könnte weitreichende Folgen für die Rechte von Verbrauchern haben, insbesondere im Hinblick auf die Transparenz von Vertragsbedingungen und das Recht auf Zustimmung bei Vertragsänderungen.
Internationale Zuständigkeit
Ein weiterer Aspekt der Verhandlung war die Frage der internationalen Zuständigkeit deutscher Gerichte für die Klage gegen das in London ansässige Unternehmen. Das Gericht hält sich für zuständig und die Klage für zulässig.





