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Abgasskandal beim VW T6 mit EA 288: Neues Urteil

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Abgasskandal beim VW T6 mit EA 288: Neues Urteil

Ein weiteres Gericht sieht auch bei einem neueren Diesel-Motor von VW, dem EA 288, einen Betrug und somit eine sittenwidrige Schädigung der Verbraucher. Nach dem Urteil des Landgerichtes Kleve (Az. 3 O 158/2 vom 19.11.2021) bekommt ein Mandant der Kanzlei Klamert und Partner 31.775,26 € für seinen VW T6, den er vor über 4 Jahren für 38.680 € gekauft hatte. Das besondere an diesem aktuellen Urteil im VW-Abgasskandal: Es ging diesmal nicht um eine illegale Abschalteinrichtung.

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Falscher Ki-Faktor im Zulassungsverfahren

Zwar steht auch der EA 288-Motor unter Verdacht, illegale Abschalteinrichtungen eingesetzt zu haben, in diesem Fall war das aber offenbar gar nicht nötig. Um die Zulassung zu bekommen, musste Volkswagen lediglich einen falschen Ki-Faktor an das Kraftfahrtbundesamt (KBA) melden.

Hintergrund: Der Dieselpartikelfilter muss von Zeit zu Zeit „regeneriert“ werden. Dabei wird der angesammelte Ruß ausgebrannt, wodurch kurzzeitig mehr Abgase entstehen. Während der Messfahrten im Rahmen der Zulassung findet aber keine Regeneration statt, da die Fahrten dafür zu kurz sind. Um einen realistischen Durchschnittsverbrauch zu erhalten, werden die Messwerte daher mit dem Ki-Faktor multipliziert, den der Hersteller vorher selbst ermittelt hat.

Bei der T6-Variante, um die vor dem Landgericht Kleve gestritten wurde, hat VW einen falschen Ki-Faktor angegeben. Die Kläger-Anwälte unterstellten, dass Volkswagen sich so vorsätzlich eine Zulassung erschleichen wollte. Da VW das nicht entkräften konnte, sah das Gericht eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung. Schließlich hätte der Kunde das Fahrzeug sicher nicht gekauft, wenn er gewusst hätte, dass es eigentlich gar nicht zulassungsfähig ist.

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Als der falsche Ki-Faktor bekannt wurde, ordnete das KBA einen Rückruf an und untersagte zeitweise den weiteren Verkauf. Seit einem Software-Update (Aktionscode 23Z7) verwendet der T6 während der Regeneration des Partikelfilters mehr AdBlue. Damit werden die Stickoxid-Grenzwerte eingehalten.

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