# # #

Urteil: Hersteller von Antibabypille Yasminelle® muss nicht haften

News

Urteil: Hersteller von Antibabypille Yasminelle® muss nicht haften

Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe wies die Schadensersatzklage einer 37-Jährigen ab, die den Hersteller der Antibabypille Yasminelle® für ihre erlittene Lungenembolie verantwortlich macht (Urteil v. 25.6.2021 – 4 U 19/19). Somit muss die Bayer Vital GmbH nicht haften.

Das OLG Karlsruhe sieht es als unzureichend gesichert an, dass die Antibabypille verantwortlich für die beidseitige Lungenembolie mit folgendem Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand ist. Somit bestätigt das OLG Karlsruhe die Klageabweisung des Landgerichts Waldshut-Tiengen (Urt. v. 20.12.2018, Az. 1 O 73/12). Die Betroffene konnte keinen Zusammenhang zwischen ihren schweren gesundheitlichen Schäden und der Einnahme des Arzneimittels nachweisen.

Grundsätzlich zählt eine Thromboembolie zwar zu den möglichen Nebenwirkungen der Antibabypille Yasminelle® – jedoch sind im Fall der Klägerin auch andere Auslöser denkbar wie vermehrte Langstreckenflugreisen. Demnach kommt der 37-Jährigen auch keine gesetzliche Ursächlichkeitsvermutung des Arzneimittelgesetzes zugute. Darüber hinaus leidet die Betroffene unter einer angeborenen Venenanomalie, die ebenso das Risiko einer Thromboembolie erhöhen kann.

Wir verwenden Cookies und andere Tracking-Methoden, um Ihre Nutzererfahrung zu verbessern, Fehler auf unserer Seite zu identifizieren und Marketingmaßnahmen zu optimieren. Durch die weitere Nutzung dieser Seite stimmen sie dieser Art der Nutzeranalyse und unserer Datenschutzerklärung zu.

Ablehnen Zustimmen