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Fiat Doblo & Fiat 500: Rückrufe 6351 & 6350

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Fiat Doblo & Fiat 500: Rückrufe 6351 & 6350

Am 8.11.2021 hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) zwei Rückrufe veröffentlicht, die die Modelle Fiat Doblo und Fiat 500 betreffen. Noch ist nicht viel über die Rückruf-Codes 6351 und 6350 (KBA-Referenznummern 011339 und 011336) bekannt. Da sie der „Verbesserung der Emissionswerte unter realen Fahrbedingungen“ dienen, liegt eine Verwicklung in den Fiat-Abgasskandal aber nahe.

Vom Rückruf-Code 6351 sind Fiat Doblo betroffen, die zwischen 2016 und 2020 produziert wurden. Der Rückruf-Code 6350 bezieht sich dagegen auf Fiat Doblo und Fiat 500 aus den Jahren 2015 bis 2019. Das KBA hat nicht angegeben, um welche Motoren es sich handelt. Wahrscheinlich ist aber, dass es auch hier um die Multijet-Motoren geht. Diese Diesel-Motoren werden von Fiat auch in etlichen anderen Modellen (z.B. Wohnmobilen) eingesetzt. Die Multijet-Motoren von Fiat sind berüchtigt dafür, dass sie die für die Vermeidung von Stickoxiden wichtige Abgasrückführung nach 22 Minuten deaktivieren. Hintergrund ist, dass Abgastests kürzer sind.

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Der Rückruf dürfte zu keinem längeren Werkstattaufenthalt führen, da lediglich eine „Aktualisierung der Software des Motorsteuergeräts“ gemacht wird.

Soll ich das Software-Update machen lassen?

Da aktuell nicht viel über die Rückruf-Codes 6351 und 6350 bekannt ist, sollten Kunden es sich zweimal überlegen, ob sie das Software-Update einspielen lassen. Zum einen ist noch „in Untersuchung“, ob das KBA den Rückruf überwachen will. Damit handelt es sich (noch) nicht um einen Zwangs-Rückruf, bei dem die Stilllegung droht. Zum anderen könnte es sein, dass durch das Update eine illegale Abschalteinrichtung entfernt werden soll. Das hat für die Kunden zwei Nachteile:

  • Will man später eine Diesel-Klage einreichen, kann man nicht mehr beweisen, dass man betrogen wurde. Schließlich kann ein Gutachter die Abschalteinrichtung ja nicht mehr in der Motorsteuerung finden.
  • Falls durch das Software-Update tatsächlich die Abgasrückführung (AGR) dauerhaft aktiv ist, drohen Defekte am AGR-Ventil und ggf. anderen Bauteilen. Immerhin war der Motor ursprünglich nicht für einen Dauerbetrieb der Abgasrückführung und die damit entstehenden Mengen an Ruß ausgelegt.

Schadensersatzansprüche

Die Gute Nachricht: Zumindest die Diesel-Modelle von Fiat Doblo und Fiat 500 sind wohl vom Abgasskandal betroffen. Daher steht den Besitzern voraussichtlich Schadensersatz bzw. eine Rückabwicklung zu.

Da die von den Rückruf-Codes 6351 und 6350 betroffenen Fahrzeuge teilweise noch 2020 hergestellt wurden, ergibt sich in manchen Fällen sogar eine weitere Option: Hat man noch Gewährleistung, kann man auch die Nachlieferung eines fabrikneuen Nachfolgemodells fordern, und das ohne Aufpreis.

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