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Kontowechsel – was sollten Sie beachten?

Kontowechsel – was beachten?
8. Mai 2024
  • Für den Kontowechsel darf Ihnen weder Ihre alte Bank noch die neue Gebühren berechnen.
  • Ihre Bank muss Sie zudem sogar beim Umzug unterstützen.
  • Nutzen Sie den kostenlosen Kontowechselservice Ihrer neuen Bank, um bequem umzuziehen.

Für einen Kontowechsel kann es viele Gründe geben: Vielleicht hat Ihre alte Bank Änderungen vorgenommen, die Ihnen nicht gefallen oder vielleicht liebäugeln Sie schon länger mit dem Angebot einer neuen, modernen Bank, die einfach besser zu Ihnen passt. Viele Kunden scheuen trotzdem vor einem Wechsel zurück, weil sie fürchten, dass er langwierig, kompliziert oder gar teuer wird. Was viele dabei nicht wissen: Banken sind mittlerweile dazu verpflichtet, ihre Kunden beim Kontowechsel zu unterstützen.

Kontowechsel – welche Gebühren fallen an?

Haben Sie Angst vor hohen Kosten, die Ihnen Ihre Bank für den Kontoumzug in Rechnung stellen könnte? Diese Sorgen sind unbegründet – denn kein Finanzinstitut darf von Ihnen Gebühren für den Bankwechsel verlangen. Wenn Sie Ihrer alten Bank kündigen, muss dies kostenlos möglich sein. Da Sie Ihren derzeitigen Vertrag damit beenden, sparen Sie unter Umständen sogar Geld, da Sie nun etwaige Kontoführungsgebühren nicht weiterzahlen müssen.

Die neue Bank verlangt von Ihnen für den Kontowechsel ohnehin kein Geld. Im Gegenteil – oft werden Neukunden für die Kontoeröffnung sogar belohnt und erhalten beispielsweise ein Startguthaben.

Nutzen Sie den kostenlosen Wechselservice

Dass ein Kontowechsel mit einer Menge Organisation und Papierkram einhergehen kann, wissen auch die Banken. Sie möchten Sie aber unbedingt als Neukunden gewinnen und machen es Ihnen deshalb so einfach wie möglich: Viele Finanzinstitute bieten einen sogenannten Wechselservice oder Umzugsservice an, den Sie kostenlos nutzen können.

Diese Dienstleistung erleichtert Ihnen den Prozess und erledigt den damit verbundenen Papierkram für Sie. Auch Ihre laufenden Daueraufträge und Lastschriften werden automatisiert übertragen. So müssen Sie sich nicht selbst darum kümmern und vermeiden das Risiko, dass sich versehentlich ein Zahlendreher einschleicht. Mit dem Kontowechselservice schickt Ihre neue Bank schließlich auch in Ihrem Namen eine Kündigung an Ihr bisheriges Kreditinstitut ab. Auf diese Weise gelingt ein nahtloser Übergang und Sie stellen sicher, dass Sie alle wichtigen Informationen und Geldbewegungen bereits im neuen Konto vorfinden.

Übrigens: Banken sind mittlerweile gesetzlich dazu verpflichtet, Ihren Kunden beim Kontoumzug zu helfen. Ihr bisheriges Finanzinstitut darf Ihnen den Wechsel also nicht absichtlich erschweren und zum Beispiel Informationen zurückhalten, um Sie doch noch als Kunden zu binden.

Girokonto wechseln – was sollten Sie beachten?

Beim Bankwechsel werden unter Umständen noch einmal die Kontoführungsgebühren oder Dispozinsen für laufende Kredite fällig. Kündigen Sie frühzeitig – zum Beispiel mitten im Quartal – fallen sie anteilig an und müssen von Ihnen zum Zeitpunkt der Kündigung entrichtet werden. Darüber hinausgehende Kosten darf Ihnen Ihre alte Bank allerdings nicht berechnen.

Sobald feststeht, dass Sie Ihr Girokonto wechseln, sollten Sie allen wichtigen Stellen Ihre neue Bankverbindung unverzüglich mitteilen. Die erste Anlaufstelle ist dabei Ihr Arbeitgeber – schließlich möchten Sie auch in Zukunft Ihr Gehalt pünktlich auf Ihrem Konto vorfinden. Erhalten Sie staatliche Leistungen wie Wohngeld oder BAföG, sollten Sie auch dort Ihre Kontodaten ändern.

Das Gleiche gilt für Ihre Krankenkasse, das Finanzamt und jegliche Lastschriftmandate. Sind Sie selbstständig und schreiben Rechnungen, sollten Sie dort unverzüglich Ihre neue Bankverbindung hinterlegen. Teilen Sie bestehenden Kunden mit, dass sich Ihre IBAN geändert hat – denn viele von ihnen haben Sie im Zweifel als Bankkontakt hinterlegt und leisten Zahlungen an die gespeicherte Bankverbindung.

Autor

Lisa hat Jura studiert und ist seit ihrem ersten Examen neben ihrem Master of Laws (LL.M.) als freiberufliche Autorin tätig. Schon seit Jahren schreibt sie juristische Beiträge für verschiedene Blogs, Kanzleien und Unternehmen.

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