Am vergangenen Freitag kam es weltweit zu massiven IT-Problemen, die weite Teile des internationalen Luftverkehrs, Banken und andere Branchen erheblich beeinträchtigten. Auslöser war ein fehlerhaftes Update der IT-Sicherheitssoftware „Falcon Sensor“ der Firma Crowdstrike, das Microsoft-Anwendungen zum Absturz brachte.
Große Auswirkungen auf den Luftverkehr und die Wirtschaft
Der Berliner Flughafen BER musste den Flugbetrieb zeitweise einstellen, ebenso wie zahlreiche andere Flughäfen weltweit. Auch in der Finanzwirtschaft kam es zu erheblichen Störungen. Kunden der Commonwealth Bank in Australien konnten keine Überweisungen tätigen, und bei deutschen Banken traten technische Probleme auf. Der Versicherer Allianz berichtete, dass sich Mitarbeiter nicht in ihre Rechner einloggen konnten.
Gesundheitswesen stark betroffen
Besonders dramatisch waren die Auswirkungen im Gesundheitswesen. Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sagte alle nicht dringend notwendigen Operationen ab und schloss seine Ambulanzen. Sicherheitsexperten wie James Bore warnten, dass solche Ausfälle in zeitkritischen Bereichen unvermeidbar zu Todesfällen führen könnten.
Verantwortung und Schadensersatz
Crowdstrike-Chef George Kurtz entschuldigte sich öffentlich für die Panne und betonte, dass der Fehler gefunden und behoben sei. Die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, kündigte Maßnahmen an, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Für Verbraucher stellt sich die Frage nach Schadensersatz. In Deutschland haben betroffene Verbraucher das Recht, bei technischen Ausfällen und daraus resultierenden Schäden, wie Flugausfällen oder abgesagten Operationen, Schadensersatz einzufordern oder einzuklagen. Betroffene sollten ihre Ansprüche gegenüber den Verantwortlichen geltend machen und sich gegebenenfalls rechtlichen Beistand suchen.
Fazit
Die massiven IT-Störungen vom vergangenen Freitag haben gezeigt, wie verwundbar moderne Infrastrukturen sind. Verbraucher, die durch diese Ausfälle geschädigt wurden, sollten ihre Rechte kennen und aktiv Schadensersatz einfordern. Das BSI und andere Institutionen arbeiten daran, solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, aber eine absolute Sicherheit wird es wohl nie geben.





