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Influencer-Marketing: Kennzeichnungspflicht im Fokus

4. August 2026

Zusammenfassung:

  • Influencer müssen Werbung klar und deutlich kennzeichnen, um Transparenz für ihre Follower zu gewährleisten.
  • Die rechtlichen Vorgaben zur Kennzeichnungspflicht sind in Deutschland streng und werden regelmäßig aktualisiert.
  • Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht können zu Abmahnungen und Bußgeldern führen.

In der digitalen Welt von heute ist Influencer-Marketing zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Werbestrategien vieler Unternehmen geworden. Doch mit der wachsenden Bedeutung dieser Marketingform steigen auch die rechtlichen Anforderungen, insbesondere in Bezug auf die Kennzeichnungspflicht. Diese Pflicht soll sicherstellen, dass Follower und Konsumenten klar erkennen können, wann es sich um bezahlte Werbung handelt. Doch wann genau muss ein Influencer einen Beitrag als Werbung kennzeichnen? Und welche rechtlichen Konsequenzen drohen bei Verstößen?

Rechtliche Grundlagen der Kennzeichnungspflicht

Die rechtlichen Grundlagen für die Kennzeichnungspflicht im Influencer-Marketing sind in Deutschland klar geregelt. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und der Rundfunkstaatsvertrag (RStV) bilden die Basis für die Vorschriften, die Influencer beachten müssen. Diese Gesetze verlangen, dass kommerzielle Kommunikation als solche erkennbar sein muss. Das bedeutet, dass Influencer ihre Beiträge als Werbung kennzeichnen müssen, wenn sie dafür eine Gegenleistung erhalten, sei es in Form von Geld, Produkten oder Dienstleistungen.

Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hat die Anforderungen an die Kennzeichnungspflicht weiter konkretisiert. Demnach müssen Influencer auch dann kennzeichnen, wenn sie Produkte kostenlos erhalten haben, selbst wenn keine ausdrückliche Gegenleistung vereinbart wurde. Diese Entscheidung unterstreicht die Bedeutung der Transparenz im Influencer-Marketing und zeigt, dass die Gerichte die Interessen der Verbraucher ernst nehmen.

Wann ist eine Kennzeichnung erforderlich?

Die Frage, wann genau eine Kennzeichnung erforderlich ist, beschäftigt viele Influencer und Unternehmen. Grundsätzlich gilt: Sobald ein Influencer für einen Beitrag eine Gegenleistung erhält, muss dieser als Werbung gekennzeichnet werden. Dies gilt nicht nur für direkte Zahlungen, sondern auch für kostenlose Produkte oder Dienstleistungen, die im Rahmen einer Kooperation zur Verfügung gestellt werden.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die redaktionelle Unabhängigkeit. Wenn ein Beitrag inhaltlich von einem Unternehmen beeinflusst wird, ist eine Kennzeichnung ebenfalls erforderlich. Dies gilt auch dann, wenn der Influencer das Produkt oder die Dienstleistung tatsächlich gut findet und dies in seinem Beitrag zum Ausdruck bringt. Entscheidend ist, dass die Follower erkennen können, dass der Beitrag im Rahmen einer kommerziellen Kooperation entstanden ist.

Konsequenzen bei Verstößen gegen die Kennzeichnungspflicht

Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht können für Influencer und Unternehmen erhebliche rechtliche Konsequenzen haben. Abmahnungen durch Wettbewerber oder Verbraucherverbände sind keine Seltenheit und können mit hohen Kosten verbunden sein. Darüber hinaus drohen Bußgelder, die von den zuständigen Behörden verhängt werden können.

Ein prominentes Beispiel für die Folgen eines Verstoßes ist der Fall einer bekannten Influencerin, die wegen unzureichender Kennzeichnung ihrer Beiträge abgemahnt wurde. Die Abmahnung führte nicht nur zu finanziellen Einbußen, sondern auch zu einem erheblichen Imageverlust. Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, die rechtlichen Vorgaben zur Kennzeichnungspflicht ernst zu nehmen und konsequent umzusetzen.

Um rechtliche Probleme zu vermeiden, sollten Influencer und Unternehmen sich regelmäßig über die aktuellen rechtlichen Entwicklungen informieren und ihre Kennzeichnungspraktiken entsprechend anpassen. Eine klare und deutliche Kennzeichnung ist nicht nur eine rechtliche Verpflichtung, sondern auch ein Zeichen von Transparenz und Glaubwürdigkeit gegenüber den Followern.

Insgesamt zeigt sich, dass die Kennzeichnungspflicht im Influencer-Marketing ein komplexes Thema ist, das sowohl rechtliche als auch ethische Aspekte umfasst. Influencer und Unternehmen sind gut beraten, sich intensiv mit den rechtlichen Vorgaben auseinanderzusetzen und ihre Marketingstrategien entsprechend zu gestalten. Nur so können sie sicherstellen, dass sie den Anforderungen gerecht werden und das Vertrauen ihrer Follower nicht aufs Spiel setzen.

Autor

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