Suche

Deutschlands Anwaltsportal mit über 90.000 Einträgen


Services

Magazin

Vorlagen

Haustier schenken – das sollten Sie beachten

Haustier schenken – was beachten?
27. April 2024
  • Ein Haustier sollten Sie niemals spontan verschenken, sondern nur nach intensiver Rücksprache mit dem Beschenkten.
  • Informieren Sie sich gemeinsam über die Bedürfnisse, die das Tier hat und besprechen Sie, ob der neue Halter sie auf Dauer erfüllen kann.
  • Holen Sie die Erlaubnis des Vermieters zur Tierhaltung ein und schließen Sie bei Bedarf bereits eine Versicherung ab.

Ihre Freunde oder ein Familienmitglied wünschen sich schon seit Langem ein Haustier? Wenn nun Weihnachten oder der Geburtstag näher rückt, kommt vielleicht ein Gedanke auf, den Sie nicht zum ersten Mal haben: Was ist, wenn Sie sich ein Herz nehmen und den lang ersehnten Vierbeiner selbst schenken? Die Freude der Beschenkten wäre sicherlich riesig. Trotzdem sind Haustiere nicht die besten Geschenke – denn mit ihnen geht eine große Verpflichtung einher.

Haustier schenken – und mit ihm eine große Verantwortung

Sie sehen das Leuchten in den Augen der Beschenkten, das freudige Lachen und vielleicht das ein oder andere Tränchen – in diesem Moment sind Sie vermutlich der liebste Gast unter dem Weihnachtsbaum oder am Geburtstagstisch. Ist die Party aber vorbei und die erste Freude langsam abgeklungen, blicken die Beschenkten der Realität ins Auge: Sie haben nun ein neues Familienmitglied, ein Lebewesen, das seine eigenen Bedürfnisse hat.

So müssen Hundebesitzer zum Beispiel mehrfach am Tag mit ihrem Tier spazieren gehen, damit es seinen natürlichen Bedürfnissen nachgehen kann und genug Auslauf erhält. Das gilt auch dann, wenn Herrchen und Frauchen krank sind, verkatert oder eigentlich lieber ausschlafen würden. Hinzu kommen die Kosten für das Futter, Spielzeug, Tierarztrechnungen und Versicherungen.

Informationen austauschen

Eine spontane Schenkung eines Tieres, weil Ihr Neffe Dackelwelpen schon immer so süß fand, ist deshalb keine gute Idee. Wenn Sie dennoch ein Haustier verschenken möchten, sollten Sie in gemeinsamen Gesprächen mit den Bedachten erörtern, ob sie sich der zahlreichen Pflichten bewusst sind, die auf sie zukommen. Dabei sollte auch die durchschnittliche Lebensdauer des Tieres eine Rolle spielen und die Frage, wie pflegeleicht die Rasse für gewöhnlich ist.

Tier als Geschenk – Kompatibilität prüfen

Ihr bester Freund wünscht sich von ganzem Herzen eine Katze – wohnt aber in einer kleinen Einzimmerwohnung im vierten Stock ohne Balkon? Dann sollten Sie noch den nächsten Umzug abwarten, bis Sie ihm seinen Wunsch erfüllen. Denn nicht nur aus Gründen des Tierwohls muss der Besitzer eine artgerechte Haltung sicherstellen. Tut er dies nicht, verstößt er unter Umständen gegen das Tierschutzgesetz und muss mit einer Geldbuße rechnen.

Natürlich sollte dies nicht der einzige Grund sein, dafür zu sorgen, dass es dem Tier an Nichts mangelt – schließlich verschenken Sie ein neues Familienmitglied, dem es rundum gut gehen soll. Informieren Sie sich vorher gemeinsam mit dem neuen Halter über die Bedürfnisse der Rasse und prüfen Sie, ob der Beschenkte sie erfüllen kann. Wichtig: Wohnt Letzterer in einer Mietwohnung, benötigt er für die Tierhaltung grünes Licht vom Vermieter, sofern es sich nicht nur um ein Kleintier handelt.

Bonustipp: Versicherung mitschenken?

Für manche Tiere müssen die Halter eine Versicherung abschließen – so zählt in Deutschland zum Beispiel die Hundehaftpflicht zu den Pflichtversicherungen. Wenn Sie einen Hund schenken, werden die Beschenkten aber zunächst einmal vor Freude aus dem Häuschen sein – da geht der Gedanke an eine Versicherung erst einmal unter. Deshalb können Sie ihnen eine zusätzliche Freude machen und zumindest schon mal das erste Jahr der Versicherung übernehmen. So stellen Sie sicher, dass die zukünftigen Hundehalter die Zeit mit ihrem neuen Familienmitglied unbeschwert genießen können.

Autor

Lisa hat Jura studiert und ist seit ihrem ersten Examen neben ihrem Master of Laws (LL.M.) als freiberufliche Autorin tätig. Schon seit Jahren schreibt sie juristische Beiträge für verschiedene Blogs, Kanzleien und Unternehmen.

Das könnte Sie auch interessieren: