Unsauberer OP-Saal - RECHTECHECK.DE

Unsauberer OP-Saal

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    Joules
    Teilnehmer

    Hallo miteinander,

    in den letzten Tagen hab ich von einem Kommilitonen eine unglaubliche Geschichte gehört:

    In den Semesterferien haben ihm die Weisheitszähne zu schaffen gemacht. Deswegen hat er bei seinem Zahnarzt gefragt, ob er kurzfristig sich diese entfernen lassen könnte. Der hat ihm gesagt, dass er gleich alle lokal entfernen könnte. In ein paar Stunden hätte er die gezogen und dann würde er nur ein paar Tage die Schwellung spüren.
    Am besagten Tag ist er hin und die Operation begann. Nach einer halben Stunde hatte der Arzt noch nicht einmal den ersten Weisheitszahn richtig rausbekommen, da hat er sich gleich zum nächsten gewagt, weil er beim ersten nicht weiterkam. Nach einer weiteren Stunde und einem halben Dutzend Betäubungsspritzen später kam der Arzt zur Erkenntnis, dass er beide Zähne nicht ganz rausbekommt, weil sie zu schwer zu ziehen sind. Deswegen hat er provisorisch die offenen Stellen zugenäht – die Rest-Weisheitszähne waren immer noch drin – und ihn zu einer besseren Ärztin mit der sie kooperiert geschickt. Diesen Weg ist er gelaufen(!) mit seinem betäubten Mund und einigem Blutverlust, der auch nie ganz aufgehört haben soll an dem Tag. Die bessere Ärztin hat sich das angeschaut und gesagt, dass sie ihm da nicht weiterhelfen kann und er am besten ins Krankenhaus fährt, was er dann auch tat.
    Dort haben die Ärzte ihm, weil es schon zu spät war, erst für den nächsten Tag einen OP-Termin gegeben. So musste er den Tag und die blutend und ohne Essen verbringen.
    Jetzt kommt erst das eigentliche Thema: Nachdem die OP reibungslos verlaufen ist – alle Weisheitszähne draußen und alle Wunden zugenäht – ließen sie den Kerl nicht nach Hause, sondern nahmen ihm Blut ab und ließen ihn eine Pille schlucken. Er wusste nicht, warum und konnte es auch gar nicht verstehen, weil er immer noch an den Nachwirkungen der Narkose von der OP litt.
    Am nächsten Tag kamen 5 Ärzte zu ihm ins Zimmer und erklärten ihm, dass sie im Vorbereitungsraum der Narkose vor der OP eine Nadel gefunden haben, die sie nicht zuordnen konnten, ob sie benutzt wurde oder nicht. Anscheinend war diese Nadel in der OP zuvor einem HIV-positiven in den Körper gestochen worden.
    Die Ärzte kamen zu ihm, um zu sagen, dass er möglicherweise den Virus so bekommen haben könnte. Deswegen haben sie ihm Blut abgenommen und ihn die Pille schlucken lassen, die angeblich den HIV-Virus zerstört ehe er sich ausbreiten kann.
    Später kam heraus, dass die Nadel nur da lag, weil nicht ordentlich geputzt wurde, und sie ihm nirgends irgendwo eingeführt wurde. Er ist kerngesund und ohne Weisheitszähne. Also ist er mit dem Schrecken davon gekommen.

    Sorry für die lange Geschichte, aber ich war so fasziniert von seiner Geschichte, dass ich dachte, dass man sie in vollem Umfang erzählen muss, damit man die eigentliche Frage beantworten kann. Nämlich: Kann mein Kommilitone irgendeinen der Ärzte auf irgendeine Art und Weise verklagen? So etwas kann doch nie und nimmer einfach so vonstatten gehen. Dem Jungen steht doch bestimmt irgendeine Art von Schadensersatz zu.

    Könnt ihr dem Jungen dabei helfen?

    Sorry nochmals für den langen Beitrag!

    Grüße
    Joules

    #4321 Antworten
    Peterson
    Teilnehmer

    hi Joules
    richtiger krasser fall… der typ hat da echt kacke am schuh gehabt… aber wenigstens ist er jetzt gesund… helfen kann ich dir dabei ned aber echt krass… vielleicht mal bei der krankenkasse fragen oder so… vielleicht helfen die

    #4483 Antworten
    miomio12
    Teilnehmer

    ok wow.. diese Geschichte ist echt filmreif.
    Finde ich unmöglich. Das ist unglaublich unverantwortlich! So ein Verhalten der Ärzte hätte man schon längst anzeigen sollen!
    Beweise würden sicherlich auch irgendwie zu finden sein

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