Unberechtigte Schufa-Eintragung

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Unberechtigte Schufa-Eintragung - Das müssen Sie jetzt wissen!

Wenn eine unberechtigte oder längst beglichene Forderung weiterhin in der SCHUFA gespeichert wird, haben Verbraucher das Recht, deren unverzügliche Löschung zu verlangen. Neue Urteile deutscher Gerichte bestätigen, dass eine fortgesetzte Speicherung bezahlter Forderungen unzulässig ist.

Das Landgericht Aachen entschied mit Urteil vom 17.04.2025 (Az. 8 O 224/24), dass Auskunfteien wie die SCHUFA erledigte Einträge unverzüglich löschen müssen. Das Gericht folgte dabei dem Oberlandesgericht Köln (Urteil vom 10.04.2025, Az. 15 U 249/24), das ebenfalls eine jahrelange Speicherung bezahlter Forderungen als Verstoß gegen europäisches Datenschutzrecht einstufte. Beide Urteile orientieren sich an der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, Urteil vom 07.12.2023 – C-26/22).

Rechtlicher Hintergrund

Ein Anspruch auf Löschung ergibt sich unmittelbar aus Art. 17 Abs. 1 lit. d DSGVO, da eine fortgesetzte Speicherung ohne tragfähige Rechtsgrundlage erfolgt. Maßgeblich ist § 882e Abs. 3 Nr. 1 ZPO, wonach auch das Schuldnerverzeichnis Einträge unmittelbar nach der Tilgung der Forderung löscht. Eine längere Speicherung durch privatwirtschaftliche Auskunfteien ist daher nicht zulässig.

Interne Speicherregeln der SCHUFA oder genehmigte Verhaltensregeln können daran nichts ändern. Sie dürfen nicht gegen die zwingenden Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung verstoßen.

Vorgehen bei unzulässigen Einträgen

Wenn Sie feststellen, dass eine bereits beglichene Forderung weiterhin in Ihrer SCHUFA-Auskunft gespeichert ist, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

Einholung einer Selbstauskunft:
Beantragen Sie eine aktuelle SCHUFA-Selbstauskunft gemäß Art. 15 DSGVO, um den aktuellen Stand der gespeicherten Daten zu prüfen.

Antrag auf Löschung:
Fordern Sie die Löschung der erledigten Forderung schriftlich von der SCHUFA. Verweisen Sie auf Art. 17 DSGVO und legen Sie den Nachweis über die Begleichung der Forderung bei.

Prüfung von Schadensersatzansprüchen:
Sollte Ihnen aufgrund der unzulässigen Speicherung ein Schaden entstanden sein, könnten Sie gemäß Art. 82 DSGVO Anspruch auf immateriellen Schadensersatz haben. Hier empfiehlt sich die Einholung einer rechtlichen Beratung.
Bedeutung der Urteile

Die neue Rechtsprechung stärkt die Verbraucherrechte erheblich. Sie betont, dass Auskunfteien wie die SCHUFA personenbezogene Daten nicht länger speichern dürfen als öffentliche Register. Verbraucher sollten daher ihre Einträge regelmäßig überprüfen und bei unzulässigen Speicherungen konsequent die Löschung verlangen.

Durch eine frühzeitige und entschlossene Vorgehensweise lassen sich negative Auswirkungen auf die eigene Kreditwürdigkeit vermeiden und datenschutzrechtliche Ansprüche effektiv durchsetzen.

Anwaltliche Beratung ist in vielen Fällen wichtig.

Darum sollten Sie unbedingt einen Anwalt hinzuziehen: Ein Anwalt kann die unberechtigte Schufa-Eintragung anfechten und deren Entfernung bewirken. Ohne rechtlichen Beistand bleibt die falsche Eintragung bestehen, was Ihre Kreditwürdigkeit langfristig negativ beeinflussen kann.

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Unberechtigte Forderung

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